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Horea Crishan, Violinist beim NDR-Sinfonieorchester Hamburg, zählt
heute zu den führenden Panflötisten. Als gebürtigen
Rumänen hatte ihn die Panflöte von jeher interessiert. Es
begann im Jahr 1955 als Horea Crishan sich mit 10 Jahren bei der Aufnahmeprüfung
für die "Spezielle Musikschule in Bukarest" im Hof
der Schule mit vielen Kindern, die Musik studieren wollten, einfand.
Crishan konnte keine Noten lesen, aber auf der Geige 2-3 rumänische
Volkslieder spielen. Ein anderes Kind, etwas älter als er saß
im Hof und spielte sehr gut Volksmusik auf dem Akkordeon. Alle Kinder
waren begeistert. Sein Name war Gheorghe Zamfir.
Beide wurden aufgenommen, Crishan blieb bei der Geige, Zamfir hatte
die Panflöte ausgewählt. Die beiden wurden sofort gute Freunde,
wohnten bis zum Abitur zusammen im Internat der Schule und dann weiter
in der Musikhochschule in Bukarest. Als Student war Crishan als Geiger
Mitglied des Studentenensembels für Volksmusik und Volkstänze.
Mit diesem unternahm er viele Auslandsreisen in seiner Studienzeit.
Der Dirigent und Solist des Ensembles war Gheorghe Zamfir. 1968 übernahm
Crishan die Leitung des Ensembles, weil Zamfir zum Dirigent des berühmten
Staatsensembels "Ciocarlia" berufen wurde. Dann trennten
sich die Wege. Zamfir wurde als Panflötist sehr schnell weltberühmt
und bereiste den gesamten Globus. 1973 kam Crishan nach Deutschland.
Nach einem schweren Probespiel mit vielen Kandidaten bekam er die
Stelle als Geiger beim NDR Sinfonie-Orchester in Hamburg.
Eines Tages kam Zamfir für mehrere Kirchenkonzerte für Panflöte
und Orgel nach Hamburg. Die beiden Freunde hatten sich wieder gefunden
und jedes mal wenn Zamfir in der Nähe war, hatte Crishan dessen
Kunst bewundert. 1979, nach einem Konzert von Gheorghe, war Crishan
von dessen Panflötenspiel so fasziniert, dass er beschloss, selber
Panflöte zu studieren. Horea Crishan beherrscht dieses göttliche
Instrument nach kürzester Zeit in höchster Vollkommenheit.
Bereits im Jahr 1980 brachte Crishan mit Marcel Cellier sein erstes
Album für Panflöte und Orgel heraus. Zahlreiche weitere
folgten. Er wurde innerhalb von 2 Jahren zu einem Panflötisten
der Extraklasse, ein Virtuose der Panflöte. Ein wahres Naturtalent, das auch James Last, Eugen
Cicero und andere schnell für sich entdeckten.
"Die Panflöte", erzählt Horea Crishan, "ist
fähig, nahezu alle Musikstile in erstaunlicher Treue und Einfachheit
zu verbinden. Sie eröffnet eine ganze Welt von Gefühlen
und alle Dimensionen der Musik."
Unter anderem trat Horea Crishan mit dem bekannten Jazz-Pianisten
Eugen Cicero, dem großen Promenadenorchester Alfred Hause, mit
dem er jahrelang auf Japan Tournee war und dem weltberühmten
James Last Orchester auf.
Sein weit gefächertes Repertoire umfasst Folklore, Unterhaltung
und Klassik.
Er besticht in Kombinationen wie z.B. Panflöte und Orgel, Panflöte
und Bajan (Akkordeon), Panflöte und Harfe oder Panflöte
und Kammerorchester. Außerdem ist Horea Crishan ein viel gefragter
Solist bei Galakonzerten. Horea Crishan spielt auf Panflöten
von Gheorghe Georgescu, einem der weltweit besten und bekanntesten
Panflötenbaumeister.
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